Geschichte

Bei der täglichen Arbeit als Suchmaschinenoptimierer wünscht man sich ein Tool, um wirklich mal eben konsequente Antworten auf typische Problemfälle zu bekommen. Das erkannten auch die beiden Firmen Public Projects (Oldenburg) und Maximusweb (Ulm), welche im Jahre 2013 ein derartiges Tool hier auf dieser Domain angeboten haben – für Anfänger, Fortgeschrittene und Agenturen. Es handelte sich um ein reines OnPage-Tool, um diesen Teil einer erforderlichen Optimierung eigenverantwortlich durchführen zu können. Ja, wir hatten in der Tat auf Fachchinesisch verzichtet und boten mit unserem SEO-Tool zuverlässige und uneingeschränkte Hilfe an.

Doch wie im Zoo des Internets bekannt, gab es für unseren 'fanten keine Nüsse, keine Streicheleinheiten und noch weniger Besucher. Eigentlich waren wir davon überzeugt, dass unser Tool wirklich jedermann helfen könnte. Am Preis kann es nicht gelegen haben - es gab keinen. Aber der Pöbel im Internet ist eben wankelmütig: kostet es nichts, taugt es nichts – kostet es was, nöhlt der User wieder über wahrscheinlich sogar zu hohe Preise.

März 2017 kam dann eigentlich das, was passieren musste: wir (Mario und Sascha) setzten uns mal wieder in eine Telefon-Konferenz und trugen die Probleme zusammen. Es hatte sich zwar einiges in der Zeit seitens Suchmaschinen geändert, aber das störte den SEOfant gar nicht. Der leistete akribisch weiterhin sehr gute Arbeit und interpretierte vielerlei Sourcen, gab Tipps und biss sich auch nicht an wirklich schlechtem Quellcode die Zähne aus. Was war es also?

„Der SEOfant ist mit dieser Lösung gescheitert – machen wir zu?“

Es war wirklich im Gespräch, ob wir unser Prestige-Gehege schließen. Niemand interessierte sich, niemand nutzte es (außer die beiden Ersteller), es gab keine Ideen mehr und Innovationen bedurfte es keiner. Das war so ziemlich das Ende von SEOfant 1.0 – müde schloss unser Dickhäuter seine Augen und wir räumten das Gehege auf.

Zur gleichen Zeit versuchte sich Sascha an etwas namens WordPress – der Blog-Software schlechthin, aber aus irgendeinem unklaren Grund war damit alles doof. Schnell die Kontakte geöffnet und die Firma „Monkeylabs“ kontaktiert, wo sich der dortige Einzelkämpfer Jörg mit einer Preview rund um die Software einverstanden erklärte. Mittels Skype ging es auch direkt los und irgendwann kam das Thema SEO natürlich auf den Tisch.

„YOAST ist der Platzhirsch.“

Schnell kamen wir auf YOAST zu sprechen, wie toll es wäre ... aber Saschas Misstrauen war geweckt. Eine international aus den Niederlanden agierende Firma will mehrsprachig einen Flesch-Reading-Ease ermitteln können? Das klingt ungewöhnlich falsch. Ein simpler Test sollte bestätigen, dass das bekannte Kinderlied „Alle meine Entchen“ total falsch berechnet wird. Wenn aber der Content einer Seite falsch interpretiert wird, wie kann ich die korrekten Entscheidungen dazu treffen? Wie geht YOAST mit Umlauten um? Was ist mit Abkürzungen wie bspw. i. L. d. T., z. Zt. oder bspw.? Exakt: fehlerhaft. Ja, YOAST hat natürlich seine Daseinsberechtigung und kann wirklich helfen - aber hier sah Sascha die Nische für die Wiedergeburt des SEOfant.

Zügig stellte Sascha mit Mario Kontakt her, erzählte von seinen Einblicken in WordPress und das deutsche Texte und ihre Grammatik ziemlich gar nicht beachtet werden. Wenn Content aber King ist und Google mit einer eigenen KI Texte auswertet, so gingen wir ganz klar davon aus, dass Google es korrekt machen würde. Auf der anderen Seite des Telefons wurde es sehr still und Sascha hatte wieder eine Begeisterung für etwas gefunden: Was wäre also, wenn SEOfant ins Wordpress umzieht, seine Analysen weiterhin anbietet, aber umfangreicher, mit eigenem Wörterbuch, mit richtigen Zahlen und damit authentischere Lösungen erzielt? Es dauerte einen Moment, bis Mario den Begriff Plugin und Wordpress verarbeitet hatte - aber die Idee wurde sofort als großartig tituliert. Hurra, der SEOfant kommt als Plugin für Wordpress ...

Es dauerte durchaus etwas Entwicklungszeit, bis die Rahmenbedingungen alle abgesteckt, der Codex einigermaßen verstanden und die Umsetzungen erfolgt sind. Es müsste Juni 2017 gewesen sein, als es aus Oldenburg hieß: „Ich glaube, das Plugin ist fertig!“

Nun ist es August 2018 und was hat eigentlich so lange gedauert? Suche nach Verbesserungen, Überarbeitung, Optimierung, Simplifizierung, die neue Website und irgendwie mussten wir auch noch andere Projekte erstellen bzw. Kunden betreuen.

„To be continued ...?“

Wird der SEOfant nun erfolgreicher als Plugin? Kommen weitere CMS-Anbieter in den Genuss? Nun, unsere Glaskugeln sind entweder ausgelastet oder in der Wartung aufgrund Überbeanspruchung. Wir wissen es nicht ... aber wir würden uns freuen, wenn unser Beitrag fürs deutschsprachige Internet nicht vergebens war.